Umgezogen

Wir haben es geschafft! Nach den anstrengenden letzten Wochen sind wir nun in unserer neuen Wohnung angekommen und die Kartons sind fast alle ausgepackt. Es fehlen noch unsere Kleiderschränke, die zum Kürzen der Sockel beim Tischler sind. (Die Decken der neuen Wohnung sind niedriger als die der vorigen.) Wir leben vorläufig mit Taschen und Koffern und Kleiderständern. Unsere Teppiche sind in der Reinigung, die Jalousetten werden erst nächste Woche geliefert und ein Sofa fehlt auch noch! Aber wir freuen uns, angekommen zu sein! In einer großen, hellen, schönen Wohnung zu leben, einen Fahrstuhl im Haus zu haben, der vom Keller und der Tiefgarage bis zur Wohnungstür im 5. Stock fährt und ein Auto in der Garage stehen zu haben, das wir uns nun doch auf die Schnelle gebraucht gekauft haben. Ohne wurde vieles zu beschwerlich, Besuche außerhalb der Stadt, bei den Kindern oder beim Wohnmobil und auch größere Einkäufe.

Zu allem Überfluss war bei Uwe war vor drei Wochen ein unklarer Befund an der Lunge festgestellt worden und kurz nach dem Umzug kam er ins Krankenhaus, sodass unsere Nerven ziemlich strapaziert wurden.Gottlob erwies der Befund sich als harmlos und morgen oder übermorgen kommt er wieder nach Hause!!
Nun können wir erst richtig anfangen, unser neues Zuhause zu genießen. Und irgendwann auch das Reisen mit dem Vagabund beginnen. Aber das wird nichts mehr im Dezember; wir sind erholungsbedürftig! 

St. Martin

Nach langer Zeit haben wir mal wieder bei einem Martinszug mitgemacht. Anlass war, dass Charlottes Kindergarten am großen Stadtteilumzug teilnahm. Wir haben uns spätnachmittags am Kindergarten getroffen, zuerst Glühwein bekommen 

und sind dann miteinander in die benachbarte Kirche gegangen. Es wurden die Legende vom heiligen Martin erzählt und die bekannten Martinslieder gesungen. Anschließend haben alle Familien draußen darauf gewartet, dass der Zug vorbeikam und wir uns einreihen konnten. Die Kinder hatten alle selbstgebastelte Laternen dabei, die in der inzwischen eingebrochenen Dunkelheit leuchteten. Charlotte wollte Greta auch teilhaben lassen!

Mit vielen Grundschulklassen, Musikkapellen und begleitet von St. Martin und zwei anderen Männern hoch zu Ross zogen wir zu dem nahegelegenen Frankenplatz. Dort loderte schon ein riesiges Feuer, an dem der arme Mann saß, mit dem St. Martin seinen Mantel teilte, wie die Legende erzählt. 

Für uns war es schön, weil wir wunderbare Sicht hatten auf das Spektakel und viele Erinnerungen geweckt wurden, Charlotte hatte leider Angst vor den Pferden und konnte es nicht recht genießen.

Fahrradausflüge zum Vagabund

Die letzten Oktobertage und auch Allerheiligen, der 1. November, bescherten uns wunderschönes Sonnenwetter. Am Sonntag und am Dienstag haben wir es genutzt, um mit den Fahrrädern unseren Vagabund zu besuchen. 35 Kilometer Hin- und Rückfahrt! Für uns schon eine Strecke, die wir an verschiedenen Körperteilen fühlen!

Am Sonntag kamen wir genau passend, um das Womo umzuparken. Der Vermieter hatte uns ohnehin anrufen wollen. Unser neuer Stellplatz lag in der warmen Mittagssonne, wir haben die Campingmöbel ausgepackt und unseren mitgebrachten Proviant draußen sitzend verspeist.

Bald danach kamen unsere Enkelin Linda und wenig später unser Sohn Nils mit unserem Enkel Leo zur Besichtigung des Vagabund. Wir haben ein bisschen miteinander erzählt, wir haben danach noch etwas geräumt und sind beizeiten zurückgefahren, um vor Einbruch der Dunkelheit zu Hause anzukommen.

Gestern, am Feiertag Allerheiligen, ging es wieder nach dem Frühstück auf die Räder, über die Nordbrücke den Rhein querend und auf der anderen Seite auf dem Deich fahrend. Dann durch Felder und über die Dörfer bis zum Stellplatz, der auch sehr idyllisch im Naturschutzgebiet von Krefeld-Fischeln liegt. Uwe hat eine neue Wasserpumpe eingebaut und anschließend waren wir zum Kuchenessen bei den Kindern eingeladen.

Eigentlich wollten wir bei Einbruch der Dunkelheit mit den Rädern in die Bahn steigen für die Heimreise. Aber dann war es so schön, sich zu bewegen, dass wir im Dunkel durch die Felder und am Rhein entlang nach Hause gestrampelt sind. Ein bisschen unheimlich, wenn es zwischen Büschen stockfinster war, aber hinterher waren wir sehr zufrieden mit uns! So sorgt der Vagabund schonmal für Bewegung, nur muss er selbst noch stehen, bis wir umgezogen sind am 24.November und uns eingelebt haben werden in der neuen Wohnung!

Wieder zu Hause

Wie verabredet, wurde vor unserer Abreise letzten Donnerstag aus Wunstorf das Dach unseres Vagabund noch gereinigt, was vorher vergessen worden war. Außerdem bekam ein Gasbrenner ein neues Thermoventil. Dann konnten wir abreisen.

Die Heimfahrt verlief ohne Zwischenfälle, aber ein bisschen aufregend war sie schon. Uwe mit dem Vagabund vorweg, Gisela im PKW hinterher. Sie konnte sehen, wie Uwe mit dem Womo vom Seitenwind verursachte Schlenker fuhr und zuerst auch beim Einscheren nach dem Überholen die Länge unterschätzte. Aber es ging alles gut und der Vagabund steht nun erstmal sicher verwahrt auf dem Land bei Düsseldorf.

Wir sind voll im Einsatz mit unserer Wohnung, in die wir am 24.11. umziehen. Es gibt viel zu organisieren! Nebenbei unternimmt Gisela Behördengänge mit afrikanischen Flüchtlingen, um ihnen zu Arbeit zu verhelfen. Uwe geht als Arzt zu einer Rehasportgruppe. Und wir treffen die Familie!

Baumarktbesuche

Das Wetter heute war nun wirklich herbstlich kühl und regnerisch – gut geeignet, um die beiden Baumärkte und den tollen Supermarkt von Wunstorf zu besuchen. Es gab noch eine Menge Kleinigkeiten zu besorgen, die aus unserem Vagabund ein Zuhause machen. Haken, ein Spiegel, ein Vergrößerungsspiegel, neue Klobürste, Abfalleimer – wir bekommen alles bis auf einen Küchenrollenhalter und jetzt sieht es schon viel aufgeräumter bei uns aus! 

Richtig schön ist, wie warm und trocken es bei uns ist dank Warmwasserheizung und Airmix Belüftungssystem. So kann man Camping auch bei unwirtlichem Wetter aushalten! Hell und freundlich ist es auch dank der großen Oberlichter! Wir fühlen uns wohl!

Morgen Vormittag wird unser Verkäufer noch ein paar kleine Mängel beheben, dann fahren wir zurück nach Düsseldorf.

Eingewöhnung ins Camperleben

Aller Anfang ist schwer – so auch hier! Wo man stehen kann auf dem Womoplatz bei 7,50m Länge, ist zwar angeschrieben, aber gestern bei der Ankunft hat Uwe das nicht gleich gesehen und zuerst einen zu kurzen Platz gewählt. Dabei ging ein Begrenzungspfahl zu Boden, den er im Bild der Rückfahrkamera nicht gesehen hatte. Gott sei Dank blieb sonst alles heil!

Dann ging alles gut bis auf die Tatsache, dass die Heizung ständig ausging und leider auch während der Nacht ausfiel. Wir haben warmes Bettzeug und nicht gefroren und heute bekam Uwe die Technik in den Griff! Wir können mit Gas oder Strom die Heizung betreiben und nun hat beides funktioniert.

Heute Morgen sind wir zum Steinhuder Meer und ein Stück auf der Promenade von Steinhude spaziert.Uwe hat sich frischen Räucheraal gekauft und ihn später im Vagabund verspeist – für ihn Kindheitserinnerungen an seine Zeit in Bohmte in Niedersachsen.

Danach gab es den Cappucino draußen in der warmen Mittagssonne!

Nachmittags haben wir eine weitere Erinnerungsstätte von Uwe besucht. Wir sind mit dem PKW auf die andere Seeseite nach Mardorf gefahren, wo Uwe als Pfadfinder in der Jugendherberge gewohnt hat. Ein schöner Spaziergang führte uns am See entlang zu zwei Wohnmobilstellplätzen, die uns aber bei Weitem nicht so gut gefielen wie der, auf dem wir stehen!

Nach Hause zurückgekehrt, hat Gisela die erste warme Mahlzeit an Bord bereitet. Pasta asciuta mit Salat. Die „Küche“ ist wirklich klein, aber mit Überlegung der richtigen Reihenfolge ist die Zubereitung der Mahlzeit gelungen.

Vagabund

Nun sind wir also wieder an Bord – allerdings dieses Mal in einem Wohnmobil und das soll uns nun als Landyacht dienen. Vagabund soll das Vehikel heißen! Und uns hoffentlich auch zu schönen Plätzen tragen wie vorher unsere Segelyacht Venus.

Wir sind gestern mit vollgepacktem Auto – geliehen von unserem Schwiegersohn – von Düsseldorf nach Hannover gefahren und haben nachmittags bei herrlichem Sonnenschein einen Stadtrundgang unternommen. 

Unser Hotel lag mitten in der Altstadt und war perfekt geeignet, die Stadt zu Fuß zu erkunden. Wir konnten den Spätnachmittag am Ufer der Leine in einem Gartenlokal in der Sonne sitzend genießen und abends lecker italienisch essen.

Nach einem üppigen Hotelfrühstück ging es heute nach Wunstorf, wo unser Wohnmobil strahlend sauber und poliert auf uns wartete. Wir haben zuerst eine ausführliche Einweisung bekommen und konnten es anschließend in aller Ruhe auf dem Hof des Händlers, Herrn Petermann, mit unseren Sachen beladen. Am Nachmittag sind wir mit beiden Autos auf einen nahegelegenen Wohnmobilstellplatz gefahren, auf dem wir mit Stromanschluss die nächsten Tage zum Ausprobieren der Technik bleiben möchten.

Uwe hat angefangen, sich damit zu beschäftigen, während Gisela mit dem PKW zum Einkaufen gefahren ist. So luxuriös werden wir es in Zukunft nicht mehr haben, wenn wir nur die Fahrräder dabei haben werden. Aber das war ja auf Segelreise auch nicht anders, nur hatten wir keine Fahrräder, sondern unser Schlauchboot.

Den ersten Abend verleben wir bei Regen drinnen sitzend, haben es schön warm und machen es uns gemütlich!