Besichtigung unseres Wunschmobils

Für einen Tag sind wir gestern nach Wunstorf nahe dem Steinhuder Meer gefahren, weil da das Wohnmobil unserer Wahl zu besichtigen war. Es ist zur Zeit noch in Vermietung und deshalb nur kurz am Heimatort und erst im Oktober können wir es kaufen. Es gefällt uns gut und ist fast perfekt ausgestattet! Jetzt muss es nur noch die letzten Mieter heil überstehen, dann werden wir wieder mobil!

Unsere neuen Projekte

Seit wir zurück sind in Düsseldorf, beschäftigen uns zwei Projekte, mit denen wir unseren nächsten Lebensabschnitt gestalten wollen.
Einerseits ist es die Grundsanierung der neuen Wohnung, die wir uns gekauft haben für das ständige Leben hier. Solange wir mit der Venus gereist sind, haben wir für die kurze Zeit unserer Aufenthalte in Düsseldorf 52 qm im 4. Stock ohne Lift bewohnt. Eine helle Wohnung mit Südbalkon. Wir wollten unbedingt wieder oben wohnen, wohin die Sonne auch im Winter scheint. Wir hatten großes Glück: Jetzt werden es 96 qm im 5. Stock mit Lift, die wir uns altersgerecht umbauen lassen wollen, und wir haben sogar zwei Balkons. Wir werden die Wohnung mit dem Balkon ganz oben und noch einen nach hinten heraus bewohnen.

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Ab August können wir mit der Kernsanierung beginnen und sind jetzt stark beschäftigt mit der Planung. Glücklicherweise haben wir schon auf Empfehlung einer Freundin, die beruflich Wohnungssanierungen macht, eine Firma gefunden, mit der wir das Projekt gerne verwirklichen möchten. Wir freuen uns auch darüber, dass wir nur in eine Parallelstraße ziehen und unser vertrautes Umfeld behalten.
Allerdings fällt es uns doch schwer, nach dem Zigeunerleben auf der Venus richtig sesshaft zu werden. Und so suchen wir nun außerdem nach einem Wohnmobil, mit dem wir im Winter nach Südspanien und Marokko reisen  und in der übrigen Zeit Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung unternehmen möchten. Die Suche nach dem geeigneten, gebrauchten Fahrzeug läuft bequem über das Internet. Auch dafür haben wir eine Empfehlung. Segelfreunde, die sich nach dem Verkauf ihres Bootes ebenfalls ein Wohnmobil zugelegt haben, haben uns umfassend informiert.
Wegen des wechselhaften und manchmal zu kühlen und regnerischen Wetters seit unserer engültigen Rückkehr Anfang Juni sind wir zwar manchmal etwas wehmütig bei dem Gedanken an das Bootsleben in den Tropen. Aber wir genießen beide, dass wir uns viel mehr bewegen als beim Bordleben in der Hitze. Wir erledigen in der Stadt alles mit dem Fahrrad, wir müssen ständig in den 4. Stock steigen und alle Einkäufe hochtragen und wir gehen zum Fitnesstraining. Das gefällt uns zur Zeit richtig gut und wir genießen, dabei nicht ständig schweißgebadet zu sein. Der Hauptgrund aber dafür, in Düsseldorf dauerhaft wohnen zu wollen, ist natürlich unsere Familie, und wir freuen uns, alle Mitglieder mehr zu erleben als in den Jahren unseres Seglerlebens!

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Zurück in Düsseldorf

Unsere Heimreise verlief planmäßig und ohne größere Zwischenfälle. Der Fahrer auf dem Weg zum Flughafen nach Dalaman war ein Türke, der in der Jugend in Deutschland gelebt hatte und perfekt deutsch sprach. Wir haben uns gut unterhalten über die Verhältnisse damals und heute!
Beim Einchecken mussten wir akzeptieren, dass die Nachbuchung von Übergepäckgebühr nicht geklappt hatte und wir ein Vielfaches davon bezahlen mussten, was die Internetbuchung gekostet hätte. Die Webseite von Sunexpress ist nicht die Beste!
Alles andere ging reibungslos, bis wir in Düsseldorf waren. Wir fuhren mit dem Taxi in einem Wolkenbruch zu Hause vor und waren ziemlich nass, bis wir mit dem vielen Gepäck endlich im Hausflur standen. Gott sei Dank war es warm und uns wurde noch viel wärmer, bis wir nach dreimaligem Treppensteigen alles in den vierten Stock geschleppt hatten! Fitnesstraining pur!
Da wir einmal in Schwung waren, haben wir direkt ausgepackt und alles, auch die Taschen, weggeräumt. Danach wurde es gemütlich und wir hatten sogar noch genug für ein Abendessen mit mitgebrachtem Käse, Wurst, Schinken und krossem, trockenen Brot aus Italien. Altbier und Wein gab es noch hier, also war für alles gesorgt und wir mussten nicht mehr raus in den Regen!
Es waren erlebnisreiche vier Wochen mit so vielen wechselnden Orten und Booten, dass wir manchmal der Erinnerung durch Betrachten der Fotos auf die Sprünge helfen müssen. Auf jeden Fall war es eine tolle Zeit und wir sind sehr froh, die Chance geboten bekommen und wahrgenommen zu haben!

Ausflug zur Yacht Marina

Heute Morgen haben wir uns sehr gefreut, auf Facebook Fotos von Natalie und Ralph an ihrem ersten Tag auf der Venus zu sehen und ihren begeisterten Kommentar dazu zu lesen! Es ist auch für uns schön, dass unsere Venus neue begeisterte Eigner hat!
Hier fand früh schon das große Räumen der Lebensmittel statt. Wie gut, dass die Alytes von Heide, Fritze und Mina noch in Marmaris ist! Sie selbst haben Urlaub vom Boot gemacht, sind aber heute zur Yacht Marina gekommen, um auf dem Boot nach dem Rechten zu sehen.

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Wir haben uns zum Mittagessen im dortigen Marinarestaurant getroffen und konnten ihnen bei der Gelegenheit unsere übrig gebliebenen Lebensmittel und Getränke mitbringen. Es war toll, dass es mit dem Wiedersehen noch geklappt hat, bevor wir morgen fliegen. Lange werden sie auch nicht mehr hier bleiben, weil sie bis Juli die Alytes für ihren neuen Besitzer nach Spanien bringen sollen.
Den Nachmittag haben wir an Bord genossen. In Ruhe schonmal alles zusammengesucht und weitgehend gepackt. Abends gab es Melone mit Schinken und dann wurde die Ruhe jäh gestört: Schlagzeug, verstärkt, ließ die Trommelfelle erzittern! Schon wieder diese Kneipe uns gegenüber, die heute Livemusik bot. Und das nun ausgerechnet heute! Hätten die nicht bis morgen warten können?! Uwe ist sofort hingegangen, um um Gnade zu bitten. Es hat aber nichts genutzt. Wir haben bis Mitternacht in der Scorpio Bar gesessen und versucht, uns die nötige Bettschwere anzutrinken, aber auch um 1 Uhr morgens flogen uns noch die Ohren weg und an Schlaf war nicht zu denken.  Ein Grund mehr, sich auf zu Hause zu freuen!

Ekinçik nach Marmaris

Die See war während der Nacht und auch heute Morgen beim Auslaufen aus der Bucht von Ekinçik spiegelglatt.

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So wurde es eine reine Motorfahrt nach Marmaris, wo wir mittags ankamen. Die Leute von Sun Charter sind zur Tankstelle gekommen und einer hat die Summerdream an den Steg gefahren.

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Uwe hätte es genauso gekonnt, aber Patrick wollte es ihm nicht zumuten, weil die Gasse für das große Schiff reichlich eng ist.
Wir haben einen Spaziergang in den Ort unternommen und beim Schneider Uwes gekürzte Hose und Giselas Jacke mit repariertem Reißverschluss abgeholt. Ganze 15 TL haben wir für beides bezahlt!
Heute und morgen Abend wollen wir an Bord bleiben und von den Vorräten zehren, die wir noch haben. Alles schaffen wir auf keinen Fall!