14. – 26. Mai

Endlich ist es wärmer geworden! Und unser Leben spielt sich wieder mehr im Freien ab. Unser Balkon am Wohnzimmer ist nach der Sanierung durch die Dachdecker richtig schön geworden. Wir können auch zu viert dort sitzen, wenn wir den Tisch drehen! Da wir zwei Türen zum Balkon haben, kommt jeder zu seinem Platz.

Uwe hat sich in Eigenarbeit viel Mühe mit der Verschönerung unseres Balkons auf der Hausrückseite gegeben. Nach einer Woche Putzausbessern neben den neuen Fensterelementen und Anstreichen sieht alles sehr schmuck aus!

Die hässlichen Geländer, die im nächsten Bauabschnitt in zwei Jahren am ganzen Haus ersetzt werden sollen, haben wir mit Kunstbastmatten verbrämt, die ein schön sommerliches Ambiente erzeugen, wie wir finden! Nur hinten am Balkon in der Mitte haben wir eine Lücke gelassen, um die Abendsonne auch im Sitzen genießen zu können. Gestern haben wir bis 23 Uhr 30 dort gesessen und am klaren Himmel die Sterne aufscheinen sehen. 

Im Rheinpark in unserer Nähe spielt sich das Leben jetzt auch  draußen ab. Es wird Ball gespielt, gegrillt und gechillt.

Wir halten uns dann, wenn alle ihre Freizeit genießen, am liebsten zu Hause auf! In der Stadt jagt ein Event das Nächste. Japantag mit großem Feuerwerk am letzten Wochenende, Tischtennismeisterschaft, Jazzrally, Frankreichfest und Grand Départ der Tour de France in den nächsten Wochen. Dann drängen sich Zehntausende am Rheinufer und in der Stadt.

Wir hatten noch wenig Muße, weil es nach unserer Rückkehr so vieles zu organisieren gab für die Wohnung, mit Versicherungen, für das Wohnmobil und auch für die Gesundheit. Nach dreimonatiger Reise ist allerlei zu regeln, zumal wir ja vorher erst gerade umgezogen waren.

Allerdings nimmt uns nun auch unsere ehrenamtliche Hilfe für Flüchtlinge wieder ziemlich in Anspruch. Die Menschen, um die wir uns vorher gekümmert hatten, brauchen nach wie vor unsere Unterstützung im Ämterdschungel und Paragraphenwust. Ständig fällt etwas an: Beschaffung eines guten Deutschkurses für einen, was trotz  seines Anspruchs darauf bisher niemand geschafft hatte, Fahrdienst zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das von Düsseldorf nach Mönchengladbach verlegt worden ist, für einen anderen, Nachhilfe in Mathematik für einen Dritten, Beschaffung eines Monatstickets für den öffentlichen Nahverkehr, Wohnungssuche etc. Das können die Beamten gar nicht leisten und die Flüchtlinge alleine nicht schaffen.

9.-13. Mai 2017

Diese Woche haben wir es mal geschafft, uns mit Kerstin und ihren Kindern auf einem Spielplatz zu treffen. Für die Jüngste war es das erste Mal, im Sandkasten zu sitzen, und sie hat gestrahlt. Die große Schwester ist schon eine mutige und geübte Kletterin geworden mit ihren drei Jahren. Uwe und Kerstin haben Tischtennis gespielt, während Gisela die Kleine im Auge behalten hat. Sie steckt natürlich gerne alles in den Mund und es gibt schrecklicherweise jede Menge Zigarettenkippen im Kies. Es ist trotzdem für die Kinder wunderbar dort, weil es so viele Spielkameraden und -geräte gibt. Und den Großen hat das Tischtennisspielen Spaß gemacht.

Das Wetter war die meiste Zeit sonnig und die Sanierung unseres Balkons am Wohnzimmer ist fast fertig geworden. Der Balkon war undicht und der Belag ist nun aufwändig und in vielen Schichten erneuert worden. Die Feinsteinzeugfliesen in Holzoptik gefallen uns sehr gut und seit gestern sitzen wir draußen! Es ist auch erst jetzt warm genug und der Zeitpunkt der Sanierung war optimal geplant!

Abends benutzen wir den Balkon auf der anderen Hausseite, auf den dann die Sonne scheint. Luxus pur in der Stadt!

Renovierungsbedürftig sind noch die Geländer. Aber wir genießen es schon jetzt sehr, wieder draußen leben zu können!

Einmal Wunstorf und zurück

Heute haben wir unseren Vagabund zum Caravan-Service-Petermann in Wunstorf gebracht. Herr Petermann war der Vorbesitzer und hat viel Erfahrung, weshalb wir ihm unser Womo anvertraut haben für einige Verbesserungen und Reparaturen. Es war ein anstrengender Tag, weil wir zuerst mit dem PKW den Vagabund geholt haben, dann drei Stunden nach Wunstorf hintereinander hergefahren sind und nach dem Gespräch mit Herrn Petermann und einer kurzen Essenspause wieder zurückgefahren sind. Die Autobahn wurde zunehmend voller, aber erst in Düsseldorf wurde es richtig schrecklich. Es gab chaotische Verhältnisse bei der Ankunft über die A 52, auf der Münsterstraße fuhren aggressive Autofahrer auf der Busspur, mehrmals scherten sie dann vor uns haarscharf auf die rechte Spur ein, einmal hätte es fast gekracht. Jegliche gute Erziehung oder Befolgung von Verkehrsregeln waren vergessen, es war wie ein Kampf jeder gegen jeden. Unglaublich! Jetzt gruselt uns schon vor dem Abholen. Wir werden wohl übernachten, um möglichst früh nach Düsseldorf zurückzukommen und so dem Berufsverkehr zu entgehen.

Enkelwochenende

Freitag kam Jakob über das Wochenende zu Besuch. Charlotte kam zufällig am Freitag dazu und die beiden hatten bis nach dem Abendessen viel Spass miteinander.

Am Samstagmorgen sind Gisela und Jakob mit den Fahrrädern zum Rhein gefahren.

Anschließend haben wir zu dritt unser Wohnmobil besucht. Jakob hat ausprobiert, ob er darin genug Platz zum Schlafen hat, wenn wir im Sommer zusammen nach Holland fahren. Wir haben zum Mittagessen ein Picknick beim Wohnmobil gemacht.

Nach einer kurzen Erholungspause zu Hause waren wir mit den Fahrrädern auf zwei Spielplätzen mit einer Unterbrechung zum Eisessen. Wir haben Tischtennis gespielt und Jakob hatte großen Spaß am Sandbaggern, während wir die Sonne und die Ruhe auf einer Bank genossen haben.

An beiden Abenden sind wir lange aufgeblieben und hatten uns viel zu erzählen.

Für den heutigen Sonntag hatten wir uns eine Radtour nach Kaiserswerth vorgenommen und haben uns davon auch nicht durch das nebelig-trübe Wetter abhalten lassen. Um 9 Uhr ging es los! Mitgenommen haben wir belegte Brötchen, Getränke und Äpfel und auf einer Bank am Rhein in Lohausen in der Einflugschneise des Flughafens haben wir dann gepicknickt. Jakob kam vor lauter Flugzeuggucken kaum zum Essen! Wir hatten Glück, dass einige hintereinander einflogen und eins dann auch noch durchstartete! 

Irgendwann konnten wir nach Kaiserswerth weiterfahren und da die Ruine der Kaiserpfalz aus dem 12. Jahrhundert ansehen.

Bis zur Abfahrt des Schiffs, mit dem wir nach Düsseldorf zurückgefahren sind, sind wir ein bisschen in dem alten Städtchen herumgebummelt und haben Jakob die Apotheke gezeigt, in der seine Mama mal gearbeitet hat.

Als wir zurückkamen zum Rhein, lag die Düssel schon am Anleger und wir konnten sofort an Bord gehen.

Zuerst haben wir unten gesessen, später war es uns oben draußen warm genug.

Zu sehen gab es so viel, dass die Fahrt, die immerhin eineinhalb Stunden dauerte, nicht langweilig wurde!

Klassenvortreffen 50 Jahre Abitur (Gisela)

Für mich war es heute wirklich ein Wiedersehen mit Klassenkameradinnen 50 Jahre nach dem Abitur. Möglich geworden durch das Internet, denn vorher hatten wir uns völlig aus den Augen verloren. Es waren sieben gekommen, wovon ich eine nicht kennengelernt hatte, weil ich wegen Umschulung erst ins fünfte Gymnasialjahr an diese Schule und in diese Klasse kam und sie schon in einer anderen Klasse war. Die anderen kannte ich gut und habe sie auch wiedererkannt. Es hat mir richtig viel Freude gemacht, sie zu sprechen und neu kennenzulernen! Im Oktober folgt die eigentliche Feier mit noch mehr Teilnehmerinnen.

Gretas Taufe

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Vagabund im vorübergehenden Ruhestand

Diese Nacht durfte der Vagabund vor unserem Haus verbringen. 

Heute Vormittag hat Uwe ihn zu seinem Stellplatz in Krefeld-Fischeln gebracht, und Gisela ist mit dem PKW hinterhergefahren, um Uwe wieder nach Hause mitzunehmen. Nun steht der Vagabund erstmal sicher verwahrt und wir haben uns in die Arbeit gestürzt. Waschen, Einkaufen, Schreibtischarbeit. Es gibt einiges zu erledigen!